Nächste Woche ist es so weit: Die Competition Crew der Crosszone reist nach Salzburg, um den Austrian Champions Day 2017 (ACD 2017) zu begehen. Das hat allerdings 3 unserer Topathleten nicht daran gehindert im Teambewerb bei den Alpha Games in Nizza an den Start zu gehen…

Unsere Vanessa Wagner startete in Kooperation mit Stephanie Schabl von CrossFit Wr. Neustadt. Unsere Jungs, Maximilian Walter und Daniel Jahn, gingen gemeinsam als Männerteam an den Start. Bereits am Donnerstag landete die ganze Mannschaft an der sonnigen Côte d’Azur. Unser Wettkampftrainer Michael Bürger und Thomas Barisich, Headcoach CF WN, waren ebenfalls mit von der Partie. Danke für eure verlässliche Unterstützung! Nach der Qualifikation starteten die beiden Teams in einer guten Ausgangsposition.

Um es vorweg zu nehmen: Der Event glänzte negativ durch seine chaotische Organisation. Zu kurze Workouts, unklare Standards und eine nahezu talentierte Unfähigkeit einen Zeitplan einzuhalten. Gerade für Teams lag die Gesamtbelastung am Wochenende pro Person bei unter 30 Minuten. Doch alles der Reihe nach:

Tag 1

 Workout 1

For Time :

  • 3 x Legless RC
  • 3 x Bear Complex
  • 2 x Legless RC
  • 2 x Bear Complex
  • 1 x Legless RC
  • 1 x Bear Complex

Gymnastics, gepaart mit Liften. Das Workout sollte in Summe in unter 3’ erledigt sein, was bedeutet: keine no-reps. Ein Workout, das sowohl unserem Damen sowie unsern Herren Team gut liegen könnte. Unsere Mädels legten hier einen soliden Start hin, blieben fehlerfrei und platzierten sich in einem 30 Team starken Feld auf Platz 8.

Daniel und Max schafften es ganz knapp nicht in die die Top 10 und belegten den 12. Rang. Angemerkt dabei sei, dass der Unterschied von Platz 1 zu Platz 10 gerade einmal 10’’ betragen hat.

 Workout 2

20 seconds for each teammember  to attempt a 1RM Snatch Complex (= 1 Squat Snatch + 1 Hang Squat Snatch)

Erfahrene Sportler wissen, bei diesem kleinen Zeitfenster geht es vor allem um eines: nicht leer ausgehen und einen sicheren Versuch in die Wertung bringen. Gesagt – getan: Max ladet 100kg auf, Daniel 90kg, beide bestehen. Das Risiko eines zweiten Versuchs im 20 Sekunden Zeitfenster wurde nicht belohnt. Ein solider 7. Platz resultierte daraus.
Die Girls greifen an, schaffen jeweils 2 Versuche in den 20 Sekunden. Der stärkere zählt und sie holen sich mit nur 2,5kg hinter dem stärksten Team in diesem Workout den 2. Platz. Bravo Mädels! Das kann sich bei diesem Feld mehr als sehen lassen.

 Workout 3

For Time:

Rescue Swim

Für praktisch keinen unserer Athleten ist Schwimmen bis jetzt ein fester Bestandteil des Trainings gewesen. Ebenso verfügt niemand über einen professionellen Background im Schwimmen. Nur Daniel war durch seinen Triathlon im Sommer im nassen Umfeld geübt. Umso spannender war es, was hier möglich sein würde. Der Modus war eine Art Rettungsschwimmen in der Staffel. Die vorher bereits angesprochenen Faktoren machten sich dann allerdings doch bemerkbar. Die Frauen der Schöpfung belegten den 13. Platz. Vorweg, es sollte die schlechteste Platzierung dieses Wochenendes bleiben. Die Männer kamen über Platz 16 nicht hinaus.

 Workout 4

For Time :

  • 2 x Peg Board Ascents/Descent
  • 12x Alt Shouldering Heavy DBall
  • 40m The Power Gears PIG Flip in theremaining time

Mit ca. 2 Stunden Verspätung durften die Teams an den Start.

Das Workout lag beiden Teams. Die Damen holten sich in diesem 2:30 Minuten langem Workout ihren ersten event win und zeigten eine fantastische Leistung. Das Männerteam sicherte sich mit einer soliden Performance und starkem Finish einen 4. Platz.

Somit war der erste Tag bereits Geschichte. Die Ausgangssituation für das Final am Sonntag war unklar, weil die Veranstalter das Leaderboard nicht aktuell anzeigen konnten.

Da der letzte Heat erst um ca. 21:30 stattfand hieß es danach nur mehr zurück ins Apartment und ab ins Bett.

Tag 2

 Workout 5

For Time:

  • 100 x DU
  • 1 x synchro Bar Complex (9/7 T2B + 7/5 C2B + 5/3 MU)
  • 250m Row
  • 80 x DU
  • 1 x synchro Bar Complex
  • 200m Ski Erg
  • 60 x DU
  • 1 x synchroBar Complex
  • 150m Row

Time Cap: 10 minutes

Ein schönes Gymnastics Workout und das einzige Teammovement am ganzen Wochenende. Entscheidend war der Bar Complex. Bei den beiden anderen Übungen hieß es ein hohes Tempo halten und nichts verlieren. Die Mädls sicherten sich mit einer starken Performance einen 4. Platz. Die Burschen hatten mit einigen no-reps und Abstimmungsfehler zu kämpfen und landeten schließlich auf den 8. Platz.

 Workout 6

For Time:

  • 24 x Deadlifts 145/110kg
  • 24m Handstand Walk *
  • 24m Yoke Carry **

Time cap: 6 minutes

Unter den ohnehin schon kurzen Workouts am Wochehende war dieses nochmal um einiges schneller. Bei den Männern machten 8 Sekunden den Unterschied zwischen Platz 2 und Platz 8. Und genau das passierte unserem Team. Nach einer fantastischen Performance im ersten Drittel blieb der Yoke einmal kurz hängen und schon war die Topplatzierung weg. Bei den Damen lief es ähnlich ab. Ein kleiner Abstand nach den Deadlifts konnte nicht mehr eingeholt werden- somit war es der 7. Platz in diesem Workout.

 Workout 7

For Time:

  • 20/30 cal Assault bike
  • 7 hang squatcleans 80/45kg
  • 200m Assault Air Runner
  • 20/30 cal Assault bike
  • 5 hang squatcleans100/55kg
  • 200m Assault Air Runner
  • 20/30 cal Assault bike
  • 3 hang squatcleans 120kg/70kg
  • 200m Assault Air Runner

Es blieb nur noch ein Workout und die Ausgangssituation war gerade für Vanessa und Steffi mehr als interessant. Platz 2 im Zwischenklassement und nur wenig Abstand nach hinten. Also hieß es die Grenzen auszureizen und versuchen einen sicheren vorderen Platz unter den verbleibenden 10 Teams einzunehmen. Bis zu den letzten Cleans verlief alles nach Plan. Ein Fehler war dann leider genug, um die ganze Situation noch einmal spannend zu machen. Nun hieß es warten und hoffen, das sich ein Stockerlplatz ausgeht.

Die Männer hatten da deutlich weniger Druck, da es bestenfalls der 5. und schlimmstenfalls der 7. Platz werden konnte. Deshalb legten sie sich einen etwas riskanten Gameplan zurecht. Die Idee war es, bis zur letzten Runde Assault bike eine konservative Strategie zu gehen und dann Max die 30 Calorien all-out gehen zu lassen. Aus den 30 Calorien wurden dann, wegen einer Fehlabstimmung, schlussendlich 40. Jeder Crossfitter weiß, wie schmerzhaft das ist. Dann war klar, dass Daniel den Rest übernehmen musste, was er auch mit Bravour meisterte. Das Risiko wurde belohnt. Der beste Moment für das Herrenteam an dem Wochenende: ein Sieg im Final-WOD!

Der letzte Spannungsmoment bei der Siegerehrung: Es ging sich aus!
Die Mädls erreichten einen fantastischen 3.Platz.
Gratulation!

Eine Wahnsinnsleistung bei einem unglaublich starken Teilnehmerfeld. Das Männerteam erreichte einen hervorragenden 5. Platz.

Nun zur Organisation:

Die Alpha Games haben Geld zur Verfügung- sehr viel Geld scheinbar. Es gibt jeden Schnick-Schnack und enorme Preisgelder. Das alleine macht aber noch keine gute Veranstaltung aus. Schlecht angetestete Workouts und mieses Equipment (das Pig brach im Minutentakt auseinander), viel zu viele Divisions, die noch dazu nicht organisierbar waren, da sich die Veranstalter von zu vielen Umständen ablenken ließen und noch viele Punkte mehr, die viele Athleten am Ende des Wochenendes etwas enttäuscht zurück ließen. Das ist für einen der größten europäischen Wettkämpfe nicht unbedingt nicht repräsentabel. Beeindruckend ist es auf jeden Fall so viele CrossFit Games – Athleten auf die Finger sehen zu dürfen.

Das Resümee: Die Alpha Games hatten für unsere Athleten den Sinn, eine Woche vor dem Wettkampf in Salzburg, noch einmal die Leistung anzutesten um zu sehen wo jeder steht. Umso erfreulicher die Performance. An guten Tagen können die leistungsstärksten Sportler unserer Mannschaft den Anschluss an die europäische Spitze wahren.

Jetzt heißt es 5 Tage durchschnaufen, und dann läuft mit dem Austrian Champions Day 2017 einer der Saisonhöhepunkte über die Bühne. Stay tuned.