German Throwdown 2017

In Mainz vor rund 4000 Zuschauern ging vergangenes Wochenende der German Throwdown – Deutschlands größter internationaler CrossFit Wettkampf – über die Bühne. Wie bereits vergangenes Jahr, formierten sich für diese Competition CrossZone- und Crossfit WN-Athleten, um dort gemeinsam als Team an den Start zu gehen…

Und so viel sei jetzt schon mal vorweggenommen, das Team bestehend aus Vanessa Wagner und Daniel Jahn aus der CrossZone sowie Stefanie Schabl und Thomas Barisich von Crossfit WN konnte den Sieg nach Österreich holen und zwar mit deutlichem Punktevorsprung!

WOD 1 (6 Rounds for Time)

  • 30 cal assault bike
  • 15 sync. dumbbell snatches (30/20 kg)
  • 15 sync. goblet squats (24/16 kg)
  • 30 c2b pull ups

(one male-female pair has to complete one round, pairs may change after each round)

Das Wettkampfwochenende sollte für unser Team nach einer sehr guten Qualifikation und dementsprechend hohen Erwartungen eher bescheiden beginnen. In Workout 1 machte es einige taktische Fehler und hatte Probleme eine optimale „pace“ zu finden. Demnach beendete es das erste Event auf einem mäßigen 5. Platz.

Nachdem WOD 2 (1 RM Clean&Jerk und Snatch) auf Grund von schlechter Organisation am Vorabend vom Veranstalter gestrichen wurde, stand den Athleten als nächstes ein Endurance Workout bevor. Entgegen aller Erwartungen konnten sie sich mit einem weiteren 5. Platz bei diesem gefürchteten Workout einen soliden 4. Platz im Gesamtranking sichern.

WOD 2

  • 2 km row + 2 km ski erg

(each team member has to complete both exercises; as soon as one athlete advance to the ski erg, the next athlete may start rowing)

Im letzten Workout des Tages erwartete das Team eine spannende Combo aus strict Handstand Push Ups, D-Ball over Shoulder und D-Ball Carries.

WOD 3

  • 8’ amrap
    • strict HSPU

    1’ transition time

  • 8’ amrap
    • 6 d-ball over shoulder + 1 length d-ball carry (70/50 kg)

(both female members has to do as many strict handstand push ups as possible in eight minutes, meanwhile both male members has to do as many d-ball rounds as possible; after one minute transition time teams switch exercises)

Mit beeindruckenden 314 strict handstand push ups und einer soliden Leistung im D-Ball Event konnte sich unsere Jungs und Mädls auf den ersten Platz des Gesamtrankings vorarbeiten. Jetzt hieß es gut essen, früh schlafen gehen und fokussiert bleiben, denn am zweiten Wettkampftag wurde das Team mit drei weitere harte Workouts konfrontiert.

WOD 4 (10 Rounds for Time)

  • 12 sync. toes to bar
  • 6 hang power snatches (60/40 kg)

(male-female pairs may switch after every round)

WOD 5 

  • Part A: 3’ amrap handstand walk
  • Part B: 3’ amrap rope climbes
  • Part C: 30 sync. bar facing burpees, 30 power cleans, 20 sync. bar facing burpees, 20 shoulder to overhead, 10 bar facing burpees, 10 thrusters (85/55 kg)

(Flow: one male-female pair does part A, the other male-female pair does part B. Part C both Males do all reps, followed by both Females repeat part C.)

WOD 6 – Finale „4 Girls“

  • modified Amanda (9-7-5 snatches (60/40 kg) and bar muscle ups)
  • Grace (30 clean & jerks 60/40kg)
  • Fran (21-15-9 thrusters (40/30 kg) and pull ups)
  • Isabel (30 snatches 60/40kg)

(every athletes does one girl)

Motiviert vom ersten Platz im Gesamtranking startete das Team in den zweiten Tag. Von Workout zu Workout konnten unsere Athleten ihren Punktevorsprung zur Konkurrenz ausbauen. Beflügelt von der Tatsache, dass im Finale ein 7. Platz ausreichen würde, um den gesamten Wettkampf zu gewinnen, beendeten sie das letzte Event mit einem soliden 5. Platz womit feststand, dass das „Team Crossfit WN“ den German Throwdown mit 48 Punkten Vorsprung nach Österreich geholt hatte.

Fazit zur Competition: Brodelnd heißt Stimmung, perfekte Wettkampf-Atmosphäre, ein sehr starkes Teilnehmerfeld bestehend aus Games- und Regionals-Athleten und gut durchdachte, aufeinander abgestimmte Workouts. Allerdings ließ die gesamte Organisation des Wettkampfes zu wünschen übrig. Timetables wurden nicht eigehalten, Ergebnisse falsch ins Leaderboard eingegeben, Workouts weder bei Athleten noch bei Judges gebrieft, wodurch oft bis wenige Minuten vor dem Start des Workouts Unklarheit herrschte, etc. Bei einem so großen Event, welches schon mehrere Jahre abgehalten wird, würde man meinen, dass es Probleme dieser Art nicht geben sollte. Dem war aber leider nicht so. Besonders ernüchternd war die Tatsache, dass unser Team als Gewinner des Wettkampfes das angekündigte Preisgeld von 1.500,- nicht erhalten hat. Es gab lediglich Medaillen und ein paar kleine Goodies.

Sei’s wie’s sein, unsere Athleten haben ein sehr starkes und professionelles Teilnehmerfeld dominiert, was uns zuversichtlich für das kommende Wettkampfjahr macht, denn die Jungs und Mädls haben einiges vor für 2018 – also seid gespannt!

Fotos: Michael Meindl Photogaphy